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Frauke Heiligenstadt (SPD).

Frauke Heiligenstadt (SPD). © Holger Hollemann/Archiv

Flüchtlinge

Regierung weitet Ausbildungs-Programm für Flüchtlinge aus

Jugendliche Flüchtlinge sollen in Niedersachsen besser auf eine duale Ausbildung vorbereitet werden. Deshalb weitet die Landesregierung das bisher vor allem zur Sprachvermittlung genutzte "Sprint"-Programm aus.

Hannover. Fortan sollten außer Sprachkursen auch betriebliche Praktika über das Projekt vermittelt werden, teilte das niedersächsische Kultusministerium am Mittwoch in Hannover mit. Auf diesem Wege sollten jugendliche Flüchtlinge das deutsche Ausbildungssystem kennen lernen, sagte Ministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) bei der Vorstellung des "Sprint"-Nachfolgeprojekts.

Wie schon beim ursprünglichen "Sprint"-Programm werden die geflohenen Jugendlichen weiter Sprachkurse an Berufsschulen besuchen. Neu ist, dass sie fortan an mehreren Tagen pro Woche in Betrieben als Praktikanten arbeiten werden. Die Praktika werden ihnen von der Bundesagentur für Arbeit vermittelt. Zuvor müssen die Teilnehmer ein spezielles Verfahren durchlaufen, in dem ihre beruflichen und sprachlichen Kenntnisse festgestellt werden.

Mehr als 5000 Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 25 Jahren suchen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit derzeit in Niedersachsen einen Job. "Viele machen sich aber überhaupt keine Gedanken über eine Ausbildung, weil sie unser duales System nicht kennen", sagte der Chef der Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen, Klaus Stietenroth. Bei dem 1,7 Millionen Euro teuren Programm geht es laut Ministerium auch darum, die jungen Menschen bei der Berufsorientierung zu unterstützen.

dpa


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