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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer.

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. © Uli Deck/Archiv

Prozesse

Prozess um Kaufhausbrand: Angeklagte kennen sich

Im Prozess wegen schwerer Brandstiftung in einem Bremer Kaufhaus hat der Inhaber bestritten, dass der mitangeklagte mutmaßliche Komplize ihm etwas schuldig gewesen sei.

Bremen. Dies habe die Versicherung zu konstruieren versucht, sagte der 64-Jährige am Freitag am Landgericht Bremen. "Herr M. war mir nichts schuldig, und ich war Herrn M. nichts schuldig." Den Mitangeklagten kenne er seit über 20 Jahren. Dieser sei Hausdetektiv in einem Elektronikgeschäft gewesen, in dem er selbst Geschäftsführer war.

Später habe er der Familie von M. geholfen, als diese finanzielle Probleme hatte, sagte der Inhaber. Er habe die Zwangsversteigerung des Eigenheims der Familie verhindert, indem er die Immobilie erwarb und die Familie dort zur Miete wohnen ließ. Für das Haus habe er deutlich weniger bezahlt als es bei einer Zwangsversteigerung gekostet hätte. "Für uns beide war das ein Geschäft." Kurz vor dem Brand habe M. einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg für ihn übernommen. Im Gegenzug habe dieser für seine Frau und seinen Sohn Kleidung im Kaufhaus aussuchen dürfen.

Das Kaufhaus war 2015 abgebrannt. Der Inhaber soll mit dem Mitangeklagten den Brand gelegt und einen Raubüberfall vorgetäuscht haben. Ihm wird auch versuchter Versicherungsbetrug vorgeworfen.

dpa


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