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Lüneburg

Proteste gegen Geschäft mit Neonazi-Kleidung

Rund 50 Menschen haben am Sonnabend in Lüneburg friedlich gegen ein Geschäft mit Neonazi-Kleidung demonstriert. Kurz zuvor hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf den Laden verübt.

Am Sonntag waren die Täter noch nicht gefasst. „Wir wissen immer noch nicht, um wen es sich handelt“, sagte Polizeisprecher Kai Richter. „Ein Bekennerschreiben gibt es nicht.“ Die Ermittler gehen aber davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Kundgebung der linksautonomen Szene und dem Angriff am Freitag besteht.
Zwei Maskierte hatten am Abend zwei kleine Brandsätze durch die Tür des Geschäfts geworfen. Diese richteten allerdings nur geringen Schaden an. Die zwei Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Ihren Angaben zufolge hätten die Täter linke Parolen gerufen, sagte Richter.

In den vergangenen Jahren sei das Geschäft in der Innenstadt immer wieder beschmiert oder die Fensterscheiben eingeworfen worden, sagte der Polizeisprecher. „Das ist nun aber eine Dimension, die wir noch nicht hatten.“ Der Laden befinde sich in der unteren Etage eines Wohnhauses. Deshalb habe auch Gefahr für die Anwohner bestanden. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Der Besitzer will das Geschäft noch in diesem Jahr schließen, 2010 aber an einem anderen Standort neu eröffnen. Gegen den geplanten Umzug richtete sich die etwa zweistündige Demonstration mit dem Motto „Schöner Leben ohne Naziläden“, an der sich auch die Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen beteiligte. Diese weist den Verdacht der Polizei vehement zurück, dass der Anschlag vermutlich von Anhängern der linken Szene verübt wurde. „Wir haben damit nichts zu schaffen“, sagte Olaf Meyer. „Wir gehen auch nicht davon aus, dass das politische Hintergründe hat. Da will irgendwer Stimmung machen.“

lni


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