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Der Atommüll war nicht an der erwarteten Stelle.

Der Atommüll war nicht an der erwarteten Stelle. © Peter Steffen/Archiv

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Probebohrung in Asse führt zunächst nicht zu Atommüll

Im maroden Atommüll-Lager Asse sind Bergleute bei einer ersten Probebohrung an der erwarteten Stelle noch nicht auf die Kammer mit eingelagerten atomaren Abfällen gestoßen.

Remlingen. Die Bohrungen sollten deshalb zunächst weiter vorangetrieben werden, teilte die Asse GmbH am Mittwoch in Remlingen mit. Möglich sei, dass der Druck des Gebirges die Kammer zugedrückt habe, wie das bereits bei einem Schacht in 637 Metern Tiefe festgestellt worden sei. Außerdem sei die Lage der Kammer in den 80er Jahren nicht so exakt wie heute üblich dokumentiert worden.

Das Anfang Juni gestartete Anbohren der Kammer ist der erste Schritt einer Probephase zur Erkundung einer möglichen Rückholung der Abfälle aus der Asse. Damit soll zunächst ein erster Überblick gewonnen werden, wie es überhaupt in der Kammer aussieht. Es ist unklar, ob sich der Müll noch in den Fässern befindet oder eingedrungenes Wasser ihn aufgelöst hat. Pro Tag dringen rund 12 000 Liter Wasser in die Anlage ein, in die bis zum Jahr 1978 etwa 126 000 Atommüllfässer gekippt wurden. Die Bergung könnte mehrere Milliarden Euro kosten - wenn sie überhaupt möglich ist.

dpa


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