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Einer der beiden auf Wangerooge angeschwemmten Walkadaver. Der Fundort wurde inzwischen abgesperrt.

Tiere

Pottwale drohen zu platzen

Nach dem Fund zweier verendeter Pottwale am Oststrand von Wangerooge hofft die Nordsee-Insel, dass zumindest ein Kadaver als präpariertes Skelett als Touristenattraktion erhalten bleibt. „Die Chancen stehen ganz gut“, schätzte Wangerooges Bürgermeister Dirk Lindnergestern. Doch dazu müssen die rund 12 und 13 Meter langen Kadaver erstmal aufs Festland gebracht werden.

Wangerooge. Die Tiere waren am Freitag von Naturschützern entdeckt worden. Auch Niedersachsens Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz hatte den Fund am Sonntag besichtigt. Das Land ist für den Abtransport zuständig, denn die Kadaver liegen am Ostzipfel der Insel und damit im Nationalpark Wattenmeer.

Heute werden Experten des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) sowie Tierärzte auf der Insel erwartet. Der Fundort wurde inzwischen abgesperrt, denn die toten Kolosse sind nicht ganz ungefährlich. Durch den Verwesungsprozess seien die Kadaver stark aufgegast, sagte Mathias Heckroth von der Natur- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat. „Die Kadaver können deshalb platzen.“ Bereits jetzt entwichen Gase aus den natürlichen Körperöffnungen. Die Gase seien gesundheitsgefährdend. Eine Möglichkeit sei, dass die Walkörper aufgestochen würden, damit die Gase schneller austreten könnten.

Inselbürgermeister Lindner sondierte unterdessen bereits Chancen für eine mögliche Rückkehr eines der Walskelette. Die Umweltstaatssekretärin und auch der Landrat hätten positive Signale ausgesendet. Aber das Unterfangen ist nicht ganz billig, deshalb hofft Lindner auf Sponsoren. „40 000 Euro“, ist seine Zielmarke. Die Kadaver müssten vom Fleisch befreit, präpariert und die Skelette dann perfekt zusammengefügt werden.

Nach Angaben des Umweltministeriums wird derzeit nicht an den Kadavern gearbeitet. Die Ergebnisse einer Gewebeprobe stünden noch aus. Es werde noch geprüft, wie die Wale fachgerecht geborgen und entsorgt werden könnten.
Bereits am Sonntag waren die großen Unterkiefer der beiden männlichen Tiere abgetrennt worden, um Trophäenjägern keine Chance zu bieten. Die genaue Todesursache der Tiere wird noch überprüft. Bereits Ende Juni 2015 war etwa acht Kilometer von Wangerooge entfernt ein toter Pottwal im Meer gesichtet worden. Helmut Reuter


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