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Wirtschaft

Post-Streik weitet sich in Niedersachsen aus

Der Tarifstreit bei der Deutschen Post weitet sich aus: Bei allen Betriebsräten der Post AG in Niedersachsen und Bremen seien inzwischen Verfahren wegen eklatanter Rechtsverstöße bei den Arbeitsgerichten anhängig, teilte Verdi-Fachbereichsleiter Jürgen Wolf am Freitag mit.

Hannover. "Streikende werden mal schriftlich, mal telefonisch von Führungskräften drangsaliert", kritisierte Wolf. Befristet Beschäftigten würde bei Streikteilnahme mit Job-Verlust gedroht, arbeitende Kollegen würden aufgefordert, auch ihre Kinder zum Aushelfen mitzubringen.

"Versandhäuser und Versicherungen sollen mit ihrem Personal in den Postbetrieben aushelfen dürfen", erklärte Wolf.

In der Nacht zu Freitag traten auch die Beschäftigten des Paketzentrums der Post in Hannover-Anderten in den unbefristeten Streik. Bundesweit seien damit inzwischen über 25 000 Post-Mitarbeiter im unbefristeten Ausstand.

Hintergrund des Konflikts ist die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften im Paketgeschäft. Dort sind inzwischen etwa 6000 Menschen beschäftigt, die nicht nach dem Haustarifvertrag bezahlt werden, sondern nach den schlechteren Bedingungen des Speditions- und Logistikgewerbes. Verdi wirft der Post deshalb einen Bruch tarifvertraglicher Vereinbarungen vor. Das Unternehmen weist dies zurück und verweist auf seine hohe Kostenstruktur. dpa


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