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Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow. © Christian Charisius/Archiv

Unfälle

Polizeigewerkschaft: Zahl der Unfallgaffer nimmt zu

Schaulustige erschweren zunehmend die Arbeit von Polizei und Rettungskräften nach schweren Unfällen. "Das Problem wird größer", sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow.

Bremervörde. In den vergangenen fünf Jahren habe die Zahl der Gaffer, die Helfer behindern, deutlich zugenommen. Diese würden immer rabiater. Genaue Zahlen liegen aber nicht vor.

Immer mehr Menschen schauten nicht nur, sondern filmten und fotografierten auch. Manche widersetzten sich den Anweisungen der Polizei und ließen Rettungskräfte absichtlich nicht durch. Am Donnerstag (29. September) beginnt in Bremervörde (Landkreis Rotenburg) ein Prozess gegen drei mutmaßliche Gaffer, die nach einem Unfall mit zwei Toten Beamte bei ihrer Arbeit behindert, bedroht und verletzt haben sollen.

Psychologen erklären die Sensationslust als Folge eines Triebes. Bereits im alten Rom habe es etwa bei Kämpfen viele Zuschauer gegeben. "Es muss einen besonderen Reiz haben", sagte der emeritierte Psychologie-Professor der TU Dortmund, Bernd Gasch. Auch heute bedeute es für viele Menschen offensichtlich einen Lustgewinn, das Geschehen am Unfallort aus nächster Nähe zu beobachten. Aber: "Wenn Rettungskräfte behindert werden, muss dieser Trieb zurückstehen."

dpa


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