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Ein Schild weist in der Region Hannover auf einen Wildunfall hin.

Ein Schild weist in der Region Hannover auf einen Wildunfall hin. © Susann Prautsch/Archiv

Verkehr

Polizei und Verkehrswacht machen gegen Wildunfälle mobil

Die Gefahr von Wildunfällen ist bekannt, viele Autofahrer aber nehmen den Fuß trotzdem nicht vom Gas. Im Kreis Nienburg wird die Kampagne gegen Wildunfälle deshalb fortgesetzt. Auch die Kreise Diepholz und Oldenburg sind besonders betroffen.

Hannover. Trotz aller Bemühungen von Polizei und Verkehrswacht, die Zahl der Wildunfälle auf Niedersachsens Straßen zu reduzieren, bleibt die Zahl der Zusammenstöße hoch. Rund 24 000 Rehe und mehr als 1600 Wildschweine kamen im vergangenen Jahr unter die Räder, etliche Autofahrer mussten einen solchen Zusammenstoß mit dem Leben bezahlen. Deshalb soll die Aktion "Gemeinsam gegen Wildunfälle" im Landkreis Nienburg mit neuen Aktionen fortgesetzt werden, kündigte die Polizei an. Weitere Landkreise, in denen sich Wildunfälle häufen und in der die Verkehrswacht gegen Wildunfälle mobilisiert, sind die Kreise Diepholz und Oldenburg.

"Trotz aller Maßnahmen hat sich die Zahl der Wildunfälle leider nur leicht verändert", erklärte Polizeisprecherin Gabriela Mielke für den Kreis Nienburg. Waren 2013 965 Wildunfälle zu verzeichnen, notierte die Polizei 2014 mit 828 einen Rückgang. In diesem Jahr werden voraussichtlich wieder rund 900 Unfälle mit Wild registriert werden. "Das heißt, jeder dritte Unfall ist nach wie vor ein Wildunfall."

Dabei wüssten die Autofahrer über die Gefahr von Wildunfällen Bescheid, reduzierten aber nicht ihre Geschwindigkeit. Beispiel Bundesstraße 214: In einem gefährdeten Bereich gelte zwar Tempo 80, die von der Polizei gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit betrage aber 97 Stundenkilometer, sagte Mielke.

Die Warnmaßnahmen, zu denen die Polizei in den nächsten Wochen wieder verstärkt greift, sind dieselben wie in den anderen besonders betroffenen Landkreisen. Geschwindigkeitsdisplays sollen die Fahrer auf ihr tatsächlich gefahrenes Tempo hinweisen, außerdem sollen sogenannte Dreibeine am Straßenrand auf die Gefahr hinweisen.

Taucht ein Tier auf, rät der Verkehrssicherheitsberater der Polizei Nienburg, Axel Grünvogel, abzubremsen, abzublenden und zu hupen. Ist eine Kollision nicht mehr vermeidbar, sollte das Lenkrad festgehalten und eine Vollbremsung eingeleitet werden. Auf keinen Fall soll man unkontrolliert ausweichen. Bei einem Unfall müsse immer die Polizei gerufen werden. Und wer das getötete Wild mitnimmt, macht sich wegen Wilderei strafbar.

dpa


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