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Theater

Pleite der Bremer Nordwolle wird Theaterstoff

Die Pleite der Bremer Nordwolle vor über 80 Jahren hat alles, was ein guter Wirtschaftskrimi braucht: Eine gefeierte Unternehmerfamilie, gefälschte Bilanzen und einen aufsehenerregenden Prozess.

Bremen. Deshalb ist es nur konsequent, dass der Niedergang des einst größten europäischen Wollkonzerns auf die Theaterbühne kommt. Die Bremer Shakespeare Company zeichnet diesen in einer szenischen Lesung nach, für die Geschichtsstudenten unzählige alte Akten ausgewertet haben. Die Premiere ist am kommenden Dienstag.

Für das Projekt haben sich die Historikerin Eva Schöck-Quinteros und ihre Studenten drei Semester lang auf Spurensuche in Archive begeben und mehrere Tausend Seiten Vernehmungsprotokolle, Zeitungsartikel, Briefe und andere Dokumente gelesen. "Wir haben dadurch viele spannende neue Details entdeckt", sagt die Wissenschaftlerin von der Bremer Universität. Aus dem Material hat die Shakespeare Company eine Bühnenfassung erarbeitet, in der die Schauspieler allein die Akten sprechen lassen.

Sie erzählen, wie es zum Konkurs der Norddeutschen Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei mit weltweit etwa 20 000 Mitarbeitern kam und wie dieser die Bankenkrise von 1931 auslöste. Die Polizei nahm kurz darauf den Vorstandschef Georg Carl Lahusen und seinen Bruder Heinz fest. 1933 kam es zum Prozess. Wegen Bilanzfälschung und Veruntreuung werden die Brüder zu Haft- und Geldstrafen verurteilt.

dpa


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