Navigation:
Ein Hinweisschild zur Autobahn 20.

Ein Hinweisschild zur Autobahn 20. © Carsten Rehder/Archiv

Prozesse

Planer der A20-Elbquerung: Änderungen für Notausgänge

Vor dem Bundesverwaltungsgericht hat die Verhandlung über die Elbquerung der A20 bei Glückstadt begonnen. Im Mittelpunkt stand vor allem die Tunnelsicherheit.

Leipzig. Im Prozess um die Elbquerung der A20 nordwestlich von Hamburg haben die Planer Änderungen bei der Tunnelsicherheit angekündigt. Es solle mehr Notausgänge als bisher geplant geben, die für Rettungskräfte nutzbar und befahrbar sind, erklärten Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein am Montag in Leipzig. Vor dem dortigen Bundesverwaltungsgericht wurden die sechs Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Elbquerung verhandelt. Der Prozess sollte bis Dienstag dauern. Wann ein Urteil fällt, war offen.

Geklagt haben die Naturschutzverbände Nabu und BUND, der Landesnaturschutzverband, die Gemeinde Kollmar, der Kreis Steinburg, der Fährbetrieb Glückstadt sowie Privatleute. Sie halten den 5,6 Kilometer langen Tunnel nicht für finanzierbar, rügen Verstöße gegen Naturschutzrecht und ziehen die Tunnelsicherheit in Zweifel. Der Fährbetrieb sieht zudem seine Existenz gefährdet.

Die A20 ist derzeit nur bis Bad Segeberg fertig. Die Elbquerung wird sowohl von schleswig-holsteinischer als auch von niedersächsischer Seite geplant. Auch gegen die niedersächsischen Planungen ist geklagt worden. Darüber soll voraussichtlich im Oktober in Leipzig verhandelt werden, konkrete Termine stehen aber noch nicht fest.

Die Frage des Brandschutzes in dem Doppelröhren-Tunnel wurde am Montag ausgiebig besprochen. Das Landesamt kündigte an, dass fünf sogenannte Quersteige, über die man von einer Tunnelröhre in die andere gelangt, für Rettungskräfte befahrbar werden sollen. Bislang waren nur zwei der Notausgänge so geplant worden. Auch über die Tauglichkeit der Lüftungsanlage wurde gestritten.

Für das Verkehrsministerium Schleswig-Holstein beobachtete Staatssekretär Frank Nägele den Prozess. Er gab sich nach dem Auftakt zuversichtlich. Die Elbquerung sei natürlich der umweltsensibelste Teil der A20-Planung. Er habe aber keinen Zweifel, "dass unsere grundlegende Entscheidungen vom Gericht gestützt werden", sagte Nägele.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was halten Sie von einem Rauchverbot im Auto?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie