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Chirurg Muneer Deeb (2.v.l) mit einer verletzten Palästinenserin.

Chirurg Muneer Deeb (2.v.l) mit einer verletzten Palästinenserin. © I. Wagner

Konflikte

Palästinenser in Westerstede stärker verletzt als angenommen

Die drei Palästinenser aus der Ammerland-Klinik Westerstede sind im Gaza-Krieg stärker verletzt worden als bisher angenommen. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Frauen und das Mädchen an mehreren Stellen Splitter im Körper hätten, sagte am Sonntag der Leiter der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Ammerland-Klinik, Muneer Deeb, der Nachrichtenagentur dpa in Hannover.

Westerstede. "Wir werden alle drei Patienten mehrmals operieren müssen."

Die 24 und 50 Jahre alten Frauen sowie das neunjährige Mädchen waren in der Nacht zum Freitag in der Klinik eingetroffen. Sie hatten einen beschwerlichen Transport aus dem Gaza-Streifen hinter sich, wo sie bei israelischem Beschuss schwer verletzt worden waren.

Die 50-Jährige, die mehrere offene Knochenbrüche erlitt, wurde am Freitag erstmals operiert. "Sie hat die Operation gut überstanden und ist wie die anderen beiden Patienten stabil", sagte Deeb. Bei der 50-Jährigen sei mit einer monatelangen Behandlung zu rechnen, die anderen beiden müssten wohl mehrere Wochen in Westerstede bleiben.

Bei den Patienten handelt es sich höchstwahrscheinlich um die ersten im jüngsten Gaza-Krieg verletzten Palästinenser, die in Deutschland behandelt werden. Organisiert wird die Aktion von der Organisation PalMed, der in Deutschland lebende palästinensische Ärzte angehören. Geplant ist, dass demnächst weitere verletzte Kinder aus dem Gaza-Streifen zur Behandlung nach Deutschland kommen.

dpa


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