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Geschichte

Osnabrück will Museum für Juden-Retter Hans Calmeyer

Er rettete als NS-Verwaltungsbeamter mehr als 3500 niederländischen Juden das Leben - nun will die Stadt Osnabrück ein Museum für den aus der Stadt stammenden Hans Calmeyer einrichten.

Osnabrück. Der Stadtrat habe einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zählt Calmeyer (1903-1972), der auch als "Schindler aus Osnabrück" bezeichnet wird, zu den "Gerechten unter den Völkern".

Calmeyer hatte 1940 als Wehrmachtssoldat an der Besetzung der Niederlande teilgenommen. Später war er in der deutschen Verwaltung in Den Haag für das "Judenreferat" zuständig. Dort hat er nach Aussagen von geretteten Juden geholfen, Abstammungsnachweise zu fälschen, so dass sie als "Halbjuden" oder "Vierteljuden" eingestuft und daher nicht in Vernichtungslager deportiert wurden.

Geplant ist nach dem am Dienstagabend gefassten Beschluss, das Hans-Calmeyer-Haus in der früheren Verwaltungszentrale der NSDAP in Osnabrück, der Villa Schlicker, einzurichten, die zum Kulturgeschichtlichen Museum der Stadt gehört. Das Haus befindet sich direkt neben dem Felix-Nussbaum-Haus, ein von Architekt Daniel Libeskind geschaffenes Museum für den von den Nazis 1944 in Auschwitz ermordeten Osnabrücker Maler.

dpa


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