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Öl-Spuren in Lebensmitteln: Foodwatch will Pflicht-Schutz

Jedes siebte in Niedersachsen entsprechend geprüfte Lebensmittel enthält nach Angaben der Organisation Foodwatch bedenkliche Spuren aromatischer Mineralöle. Bei amtlichen Kontrollen seien zwischen 2011 und 2015 in 28 von 194 Produkten Rückstände dieser Öle festgestellt worden, teilte Foodwatch am Donnerstag nach einer eigenen Auswertung mit.

Berlin. Dabei gehe es vor allem um in Papier oder Karton verpackte Trocken-Lebensmittel wie Reis, Weizengrieß und Nudeln, aber auch Schokolade.

Aromatische Mineralöle stehen unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Bundesweit sind laut Foodwatch noch deutlich mehr Lebensmittel betroffen: In den fünf Bundesländern, die solche Kontrollen vorsehen, waren insgesamt in jedem vierten Produkt Spuren gefunden worden. Als Quelle für solche Übertragungen gelten unter anderem Druckfarben, die in Altpapierkartons enthalten sind. Die Organisation dringt auf einen verpflichtenden Schutz vor solchen Substanzen. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) müsse den Herstellern daher etwa Innenbeutel oder Beschichtungen vorschreiben, um den Übergang auch weiterer Chemikalien in Produkte zu verhindern.

Für die Auswertung hatte Foodwatch bei allen Bundesländern angefragt, ob zwischen 2011 und 2015 trockene Lebensmittel in Kartonpackungen auf ihren Mineralölgehalt untersucht worden seien. Dies war den Angaben zufolge in Niedersachsen, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen bei insgesamt 446 Produkten der Fall.

dpa


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