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Aktionsbündnis

"Niedersachsen packt an": Flüchtlingshilfe vernetzen

Die Unterstützung für Flüchtlinge ist in Niedersachsen nach wie vor groß: Verbände, Privatpersonen und Institutionen helfen bei der Erstaufnahme und im Anschluss. Im Bündnis "Niedersachsen packt an" sollen die verschiedenen Stränge zusammenlaufen. 

Hannover. Das Aktionsbündnis "Niedersachsen packt an" soll Hilfsangebote für Flüchtlinge künftig besser bündeln und koordinieren. "Wir möchten Privatpersonen und Institutionen bitten, unseren Aufruf zu unterstützen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Montag bei der Vorstellung der Initiative in Hannover.

Bei mehrmals im Jahr stattfindenden Integrationskonferenzen sollen die Ergebnisse dann geprüft und verbessert werden. Denn bisher laufen viele Angebote parallel und ohne Vernetzung. Jeder in Niedersachsen kann mitmachen, ist die Botschaft des Bündnisses aus Landesregierung, dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), den Unternehmerverbänden und der katholischen und evangelischen Kirche Niedersachsens.

Das Bündnis ist offen gestaltet, andere Institutionen und Verbände können beitreten. Ab Montag informiert "Niedersachsen packt an" über einen Internetaufritt über die Initiative. Zu Beginn des kommenden Jahres sollen dann konkrete Schwerpunkte erarbeitet werden. Dafür stehen laut Weil eine Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zur Verfügung. Außerdem sollen regelmäßig Integrationskonferenzen stattfinden. "

Dort soll überprüft werden, wo stehen wir und was können wir besser machen", sagte Ministerpräsident Weil. Durch eine bessere Vernetzung könnten beispielsweise Sprachkurse für Flüchtlinge vereinheitlicht werden, sagte der Vorsitzende des DBG Niedersachsen und Bremen, Hartmut Tölle. Das Angebot sei bisher zu wenig aufeinander abgestimmt. Das Bündnis wolle lokal vernetzen und langfristig denken, betonte der evangelische Landesbischof Ralf Meister. "Neben der nötigen Soforthilfe wollen wir Kirchen zu Orten des Bürgerdialogs machen."

Der Anstoß für das Bündnis "Niedersachsen packt an" war ein Aufruf der Kirchen, des DGB und der Unternehmerverbände Anfang September.


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