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© Deutsche Rohstoff AG/dpa

Wirtschaft

Niedersachsen kehrt zum Fracking zurück

Eine bundesweite Regelung ließ zu lang auf sich warten. Jetzt will Niedersachsen, das 95 Prozent der Erdgasvorkommen in Deutschland für sich beanspruchen kann, die umstrittene Fracking-Technik wieder zulassen.

Hannover. Weil das geplante Fracking-Gesetz des Bundes noch immer auf sich warten lässt, will Niedersachsen die Technik nach fünfjähriger Pause wieder genehmigen. "Wir werden weiter beim Bund intensiv daran mitwirken, dass wir hoffentlich eine Regelung auf Bundesebene bekommen", erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) anlässlich der Jahrestagung des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) am Mittwoch in Hannover. "Wenn es nicht zu einer Regelung auf Bundesebene kommt, werden wir es auf Länderebene vernünftig lösen und umsetzen." Rund 95 Prozent der deutschen Erdgasvorkommen befinden sich in Niedersachsen. Fünf Jahre lang hatten Erdgasförderer auf Fracking-Anträge für konventionelle Projekte verzichtet und Niedersachsen solche auch nicht mehr bearbeitet, um die Verabschiedung eines neuen Fracking-Gesetzes zu ermöglichen. "Die Politik ignoriert völlig, dass es um die Zukunft einer ganzen Branche, deren Mitarbeiter und Standorte geht", sagte der BVEG-Vorsitzende Martin Bachmann. "Daher wird die Branche keine andere Alternative haben, als eine Bearbeitung aktuell vorliegender und neu einzureichender Anträge auf Basis des geltenden Rechts einzufordern."

Die Koalition in Berlin ringt seit langem um ein Fracking-Gesetz, das die Erdgasförderung gesetzlich regeln soll. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in die Tiefe gepresst, um an dort gebundenes Erdgas zu kommen. Kritiker fürchten Umweltschäden.

dpa/lni


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