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Schaden am Rathaus in Verden. 

Schaden am Rathaus in Verden. © Carmen Jaspersen/Archiv

Kommunen

Neues Rathaus in Verden nach Autoattacke weiter gesperrt

Nach der Amokfahrt in das neue Verdener Rathaus im Frühjahr dieses Jahres bleibt das Verwaltungsgebäude voraussichtlich noch bis mindestens Mitte 2018 geschlossen.

Verden. "Das Gebäude muss wegen der Ruß- und Giftstoffbelastung komplett entkernt werden. Wir hoffen sehr, dass die Arbeiten bis Sommer 2018 abgeschlossen werden können", sagte Stadtkämmerer Andreas Schreiber der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Die Kosten für den Wiederaufbau belaufen sich auf 4,2 Millionen Euro, davon übernimmt die Versicherung 1,8 Millionen Euro.

Am Sonntag, den 9. April, hatte ein damals 47 Jahre alter Mann sein Auto ins Glasfoyer des neuen Rathauses der niedersächsischen Kleinstadt gesteuert und den Wagen dann mit Benzin angezündet. Im Auto befand sich auch eine Propangasflasche, die aber nicht explodierte. Der Mann wollte das Rathaus laut Staatsanwaltschaft aus Protest gegen eine Baugenehmigung in die Luft sprengen. Er befindet nach einer Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß. Eine Anklage gibt es noch nicht, da die Ermittlungen wegen Brandstiftung und versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion noch laufen.

Seit der Attacke auf das neue - allerdings auch schon etwa 30 Jahre alte - Rathaus der 27 000-Einwohnerstadt ist das Gebäude stillgelegt. Alle Innenwände mussten entfernt werden. Das direkt gegenüberliegende rund 300 Jahre alte historische Rathaus wurde bei der Amokfahrt nicht beschädigt. Über 50 Mitarbeiter sind seit Monaten in Büros an mehreren Standorte in der Stadt verteilt. Auch im alten Rathaus rückten Mitarbeiter zusammen, um Kollegen vorübergehend "Asyl" zu gewähren.

dpa


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