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Blick in ein Röntgendiffraktometer im neuen Institut für Kristallographie.

Blick in ein Röntgendiffraktometer im neuen Institut für Kristallographie. © Carmen Jaspersen

Wissenschaft

Neues Institut für Kristallographie in Bremen eröffnet

In Computerchips, Solarzellen oder bei der Herstellung von Medikamenten haben Kristalle eine große Bedeutung. Welche Eigenschaften diese haben und ob sie sich für bestimmte Anwendungen eignen, erforschen Wissenschaftler an der Bremer Universität in zwei verschiedenen Fachbereichen.

Bremen. In einem neuen Institut für Anorganische Chemie und Kristallographie wollen sie ihre Arbeit stärker vernetzen. Dieses wurde am Montag offiziell eröffnet.

Die Forschung konzentriere sich dabei auf künstlich erzeugte Kristalle, also chemische Substanzen, erläuterte Chemie-Professor Jens Beckmann. "Atome in Kristallen haben eine bestimmte geometrische Anordnung." Sie beugten das Licht und erzeugten auf einem Untergrund ein typisches Streumuster. Mit Hilfe eines Computers lasse sich dadurch die genaue Position der Atome im Kristall lokalisieren. Dadurch können die Wissenschaftler auf die Eigenschaften des Kristalls schließen.

Diese Erkenntnisse seien wichtig für die Materialwissenschaften, hätten aber auch kommerziellen Nutzen für die Pharmaindustrie, sagte Beckmann. Die kristallisierte Form entscheide darüber, wie schnell ein Medikament vom Körper aufgenommen werde. Bei vielen Medikamenten laufe jetzt der Patentschutz ab. Wenn die Hersteller eine neue Kristallform dafür finden, könnten sie einen neuen Patentschutz beantragen.

dpa


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