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Das sächsische Landeswappen hängt in einem Verhandlungssaal.

Das sächsische Landeswappen hängt in einem Verhandlungssaal. © Sebastian Kahnert/Archiv

Prozesse

Neuer Prozess um zerstückelte Leiche ab 1. November

Drei Jahre nach dem grausigen Ende eines Hannoveraner Geschäftsmannes im Osterzgebirge wird der Fall vor dem Landgericht Dresden neu aufgerollt. Der zweite Prozess gegen den tatverdächtigen Kriminalbeamten beginnt am 1. November, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch auf Anfrage sagte.

Dresden. "Es fängt von vorn an, das erste Urteil ist quasi nicht existent", so der Sprecher. Bis Mitte Januar 2017 sind vorerst insgesamt 17 Verhandlungstage terminiert.

Der inzwischen 58-Jährige Beamte ist erneut wegen Mordes aus sexuellen Motiven und Störung der Totenruhe angeklagt. Er soll den Geschäftsmann, den er im Internet kennenlernte und der davon träumte, getötet und verspeist zu werden, in einer Pension im Gimmlitztal umgebracht und zerstückelt haben.

Im April 2015 war Detlev G. zwar wegen Mordes verurteilt worden, bekam aber nur eine Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren. Nach Auffassung des Gerichts hat er seinen Gast im November 2013 getötet, zerstückelt und vergraben.

Die Verteidigung hatte angegeben, dass sich der Geschäftsmann selbst erhängte. Sie und auch die Staatsanwaltschaft gingen in Revision, der Bundesgerichtshof hob das Urteil ein Jahr später auf. Der Senat hielt die Beweisführung und -würdigung hinsichtlich der Selbsttötung für nicht ausreichend und betonte, dass bei einer Verurteilung wegen Mordes vom Grundsatz der lebenslangen Haft keine Ausnahme gemacht werden könne.

dpa


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