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Hubertus Zdebel spricht im Deutschen Bundestag in Berlin.

Hubertus Zdebel spricht im Deutschen Bundestag in Berlin. © Wolfgang Kumm/Archiv

Forschung

Neue Vorwürfe gegen Bundesanstalt für Rohstoffe

Neue Vorwürfe gegen die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) könnten Zweifel an der Unabhängigkeit der Behörde weiter wachsen lassen. Wie NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" am Freitag berichteten, waren an der Forschung zur umstrittenen unterirdischen CO2-Speicherung auch zwei vom Energieunternehmen RWE bezahlte Mitarbeiter beteiligt.

Hannover. Die BGR bestätigte den Sachverhalt am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, wies aber die Vorwürfe der fehlenden Unabhängigkeit zurück.

Ein Sprecher erklärte: "Unser Handeln war und ist im Einklang mit den Bestimmungen der Bundesregierung erfolgt." Es habe keine Einflussnahme des Unternehmens auf die Arbeiten im Projekt gegeben. Um die Entscheidung der Bundesregierung über ein entsprechendes Gesetz zur CO2-Speicherung vorzubereiten, sollten durch die Forschung unter anderem Vorschläge zu Anforderungen an mögliche Speicherstandorte erarbeitet werden. Bereits vor zwei Monaten waren Vorwürfe gegen die BGR bekannt geworden, sie solle sich bei einigen ihrer Studien beeinflusst lassen haben. Die Staatsanwaltschaft prüft das zurzeit.

Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Die Linke) erklärte am Freitag, seine Partei bereite in der Sache eine Anfrage an die Bundesregierung vor. "Bei der Atommülllagerung, beim Fracking und auch bei der unterirdischen CO2-Speicherung spielt die BGR als staatliches Bundesamt eine entscheidende Rolle", sagte er. Hinweise auf die direkte Einflussnahme von Unternehmen seien deshalb ungeheuerlich.

dpa


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