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Jens Nacke, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU in Niedersachsen.

Jens Nacke, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU in Niedersachsen. © Elena Metz/Archiv

Extremismus

Neue Erkenntnisse im Fall Amri

Die Opposition im niedersächsischen Landtag erhöht wegen neuer Erkenntnisse um den Berlin-Attentäter Anis Amri ihren Druck auf die Landesregierung. Nach der FDP forderte am Montag auch die CDU eine Unterrichtung darüber, welche Erkenntnisse die Behörden über Amris Aktivitäten in Hildesheim hatten und wie sie ihn zu stoppen versuchten.

Hannover. Hintergrund: Recherchen der "Zeit" ergaben, dass sich Amri in Hildesheim mehrfach mit dem salafistischen Prediger Abu Waala getroffen und dort sogar als Pizza-Bote gejobbt hat.

Im Fokus steht dabei der "Deutschsprachige Islamkreis Hildesheim" (DIK), der als ein Rekrutierungszentrum der Terrormiliz Islamischer Staat galt und mittlerweile verboten wurde. Die neuen Erkenntnisse machen nach Ansicht des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke, möglicherweise eine Neubewertung der Rolle der DIK bei der Attentats-Vorbereitung notwendig. "Die DIK-Moschee in Hildesheim hatte für das Weihnachtsmarkt-Attentat in Berlin offenbar eine größere Bedeutung, als es uns der niedersächsische Verfassungsschutz berichtet hat", sagte Nacke.

Die CDU unterstützt daher den Unterrichtungsantrag der FDP. Der Vize-Fraktionschef der FDP im Landtag, Stefan Birkner, hatte am Wochenende betont: "Die FDP-Fraktion beantragt eine Unterrichtung im Ausschuss für die Angelegenheiten des Verfassungsschutzes." Es spreche vieles dafür, dass Amris Entschluss, einen Anschlag zu begehen, im Sommer und Herbst 2015 in Hildesheim gereift sei.

dpa


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