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Eine Richterin sitzt hinter Gesetzbüchern.

Eine Richterin sitzt hinter Gesetzbüchern. © Uwe Anspach/Archiv

Prozesse

Nach Urteil: Geldwäscheverdacht gegen Ex-Pflegechefin

Unmittelbar nach dem Haftstrafenurteil gegen die Ex-Chefin zweier Pflegedienstgesellschaften hat die Bremer Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Geldwäsche gegen sie erhoben.

Bremen. Es gehe dabei um eine Überweisung von 550 000 Euro am Tag vor der Urteilsverkündung am Donnerstag auf ein Privatkonto des Lebensgefährten der Angeklagten, so Staatsanwältin Antje Kück am Freitag wenige Minuten vor dem Ende der Hauptverhandlung.

Sie beantragte deshalb, dass die schwangere Angeklagte - anders als zuvor vom Gericht beschlossen - weiter in Haft bleibt und der Haftbefehl nicht außer Vollzug gesetzt wird. Es bestehe die Gefahr, dass die Frau mit ihrem Lebensgefährten flüchten wolle.

Die 37-Jährige war am Freitag vom Landgericht Bremen zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 300 000 Euro verurteilt worden. Richter Thorsten Prange sprach von einer "harten Strafe". Die Gefängnisstrafe sollte sie erst nach der Geburt antreten.

Die frühere Geschäftsführerin von Pflegeeinrichtungen in Bremerhaven und Cuxhaven hatte von 2009 bis 2016 in über 900 Fällen Pflegeleistungen abgerechnet, die gar nicht oder nur teilweise erbracht wurden. Kassen und Sozialträgern entstand so ein Schaden von 600 000 Euro.

dpa


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