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Kriminalität

Nach Todesschüssen auf Hochzeit weiter keine Spur von Täter

Hannover (dpa/lni) - Gut zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen auf eine 21-Jährige bei einer kurdischen Hochzeitsfeier in Hannover fehlt jede Spur vom mutmaßlichen Mörder.

Die Ermittler fahnden weiter nach dem 22 Jahre alte Cousin des Opfers, der aus enttäuschter Liebe zur Waffe gegriffen haben soll. "Wir haben noch keine Festnahme", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Kathrin Söfker, am Dienstag. Medienberichten zufolge sprach der Vater der 21-Jährigen in einem Facebook-Beitrag von einer geplanten Zwangsheirat und erhob schwere Vorwürfe gegen seine eigenen Brüder. Seine Tochter habe sich gegen die Verbindung mit dem 22-Jährigen gewehrt und sei "Opfer eines heimtückischen Verrats und Brauches" geworden.

Von einem Ehrenmord wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag noch nicht sprechen. "Die Frage nach dem Motiv wird Gegenstand der Ermittlungen sein", sagte Söfker. Die 21-Jährige und der Todesschütze gehörten am 13. März zu den Gästen des Hochzeitspaares in einer großen Veranstaltungshalle in Hannover. Als die tödlichen Schüsse fielen und die Polizei gegen 22.20 Uhr alarmiert wurde, waren noch etwa 300 Frauen und Männer auf der Party.

Die 21-Jährige hatte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK im südniedersächsischen Holzminden Immobilienwirtschaft studiert. "Die Studenten sind sehr betroffen", sagte Alexandra Engel, Dekanin der HAWK-Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen, am Dienstag. In der Hochschule hatten sie die Möglichkeit, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen.

dpa


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