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Die Polizei will Gewalt in der Innenstadt verhindern.

Die Polizei will Gewalt in der Innenstadt verhindern. © Florian Kater/Archiv

Kriminalität

Nach Rocker-Schlägerei: 24 Tatverdächtige auf freiem Fuß

Bei einer Schlägerei zwischen den Motorrad-Clubs "Mongols" und "Hells Angels" in Bremen ist ein 41-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann musste wegen seiner schweren Stichverletzungen notoperiert werden.

Bremen. 24 Tatverdächtige wurden im Anschluss festgenommen. Obwohl die Polizei nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, gibt es bislang keinen Haftbefehl.

Die Ermittler versuchten am Wochenende herauszufinden, welche der Rocker in die Tat involviert waren. Dies gestaltete sich aber schwierig. Zum genauen Stand der Ermittlungen wollte sich eine Polizeisprecherin am Sonntag nicht äußern. Auch zur Frage, ob es bereits einen oder mehrere konkrete Tatverdächtige gebe, sagte sie nichts.

Allein am Freitagabend war die Polizei mit 150 Beamten im Einsatz. Am Samstagabend wurden dann 79 Rocker in Gewahrsam genommen, um weitere Auseinandersetzungen zu verhindern. Am Sonntag sollten sie im Laufe des Tages nach und nach wieder entlassen werden.

Der Bremer Innensenator hatte den Ortsclub der "Mongols" bereits 2011 verboten. Die Bremer "Hells Angels" waren im vergangenem Jahr einem möglichen Verbot zuvorgekommen und hatten sich ebenso wie der Club in Hannover aufgelöst. Zuvor war es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen beiden Clubs gekommen.

Diese Rivalität besteht offenbar auch nach dem Verbot weiter. Die Rocker hielten sich zwar an das Vereinsverbot, sagte die Polizeisprecherin. Sie haben etwa kein Clubhaus mehr und tragen keine Kutten mit den Schriftzügen ihrer verbotenen Vereine. Dennoch sind die ehemaligen Mitglieder weiterhin im Rocker-Milieu aktiv. "Als handelnde Personen gibt es sie weiterhin", sagte die Polizeisprecherin.

Eine Änderung der Einsatz-Strategie soll es nach Angaben der Polizei-Sprecherin nach der Eskalation der Gewalt am Wochenende nicht geben. "Die Polizei Bremen wird der Rocker-Gewalt weiterhin mit einer Null-Toleranz-Strategie begegnen und auch bei kleinsten Anlässen konsequent einschreiten."

In Osnabrück trafen sich am Samstagabend rund 200 Anhänger der "Bandidos" zu einer Party. Hier blieb es zwar nach Angaben der Polizei friedlich. Im Vorfeld der Feier des Rocker-Clubs wurden allerdings unter anderem Springmesser und Teleskop-Schlagstöcke konfisziert.

dpa


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