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Ein männliches Hühner-Küken sitzt auf einer Hand. 

Ein männliches Hühner-Küken sitzt auf einer Hand. © Peter Endig/Archiv

Agrar

"NOZ": Agrarminister fordert Enddatum für Kükentöten

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat die Bundesregierung erneut aufgefordert, ein gesetzliches Enddatum für das massenhafte Töten männlicher Küken festzulegen.

Osnabrück. "Statt immer wieder neue Verfahren vorzustellen, wie das grausame Kükentöten vermieden werden kann, und statt ständig neue Forschungsprojekte anzukündigen, sollte Herr Schmidt jetzt mal endlich verbindlich handeln", sagte der Grünen-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ/Freitag). Nur mit einem verbindlichen Enddatum würden technische Alternativen wie Geschlechtsbestimmung im Ei zeitnah umgesetzt.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte am Mittwoch eine Brüterei im niedersächsischen Großenkneten besucht. Dort wird ein System, das das Geschlecht von befruchteten Eiern mit Hilfe einer Hormonanalyse bestimmt, getestet. Deutschland übernehme damit eine Vorreiterrolle und schaffe mit Forschung und Technik die Voraussetzungen, um das Kükentöten auch international zu beenden, so Schmidt. "Was wir heute sehen, ist der Einstieg in den Ausstieg aus der Praxis des Tötens männlicher Eintagsküken", hatte Schmidt erklärt.

Grünen-Politiker Meyer warnte der Zeitung zufolge den Bundesminister davor, als "Ankündigungsminister in die Geschichtsbücher" einzugehen. Noch im vergangenen Jahr hatte Schmidt davon gesprochen, das Küken-Schreddern bereits 2017 mit einer praxistauglichen Alternative zu beenden. Ob dies technisch möglich ist, ist aber unklar. Pro Jahr werden in Deutschland etwa 45 Millionen männliche Küken getötet, weil sie keine Eier legen und es unwirtschaftlich ist, sie zu mästen.

dpa


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