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Der Transit-Pritschenwagen vor der Kaserne in Osnabrück.

Der Transit-Pritschenwagen vor der Kaserne in Osnabrück. © Ingo Wagner/Archiv

Terrorismus

Mutmaßlicher IRA-Attentäter startet Prozess mit Geständnis

Zum Auftakt des Prozesses gegen einen mutmaßlichen Attentäter der IRA hat der Angeklagte am Mittwoch ein Geständnis abgelegt. Über seinen Rechtsanwalt ließ der 48-Jährige eine Erklärung verlesen, in der er die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräumte.

Osnabrück. Er sei am 28. Juni 1996 an einer Mörserattacke auf die britischen "Quebec-Barracks" im Osnabrücker Stadtteil Eversburg beteiligt gewesen und habe die Vorrichtung zum Abschuss der Mörser auf einen Pritschenwagen montiert.

Es sei aber nicht vornehmlich die Absicht gewesen, möglichst viele britische Soldaten zu töten, sondern ihnen zu zeigen, dass sie auch außerhalb Großbritanniens und Irlands keinen sicheren Rückzugsraum hatten, erklärte der wegen versuchten Mordes angeklagte Mann.

Von terroristischen und gewalttätigen Mitteln der politischen Auseinandersetzung habe er inzwischen Abstand genommen, sagte der Angeklagte über seinen Anwalt. "Den Friedensprozess in Nordirland unterstütze ich aus vollem Herzen", sagte er. Mittäter nannte er nicht.

Im Falle eines Geständnisses stellte das Gericht eine Freiheitsstrafe zwischen vier und fünf Jahren in Aussicht. Auch bereits abgesessene Haftzeiten und eine Verzögerung des Verfahrens seitens der deutschen Justiz sollten berücksichtigt werden. Laut Verteidigung gab es bereits seit 2003 einen europäischen Haftbefehl gegen den Iren. Aber erst Ende 2016 wurde er festgenommen und nach Deutschland überstellt.

dpa


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