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Natur

Munster: Wölfin starb an Bissverletzungen

Erneut ist ein Wolf aus dem Rudel bei Munster gestorben. Das weibliche Tier erlag den Folgen einer Bissverletzung, im April war sein Bruder erschossen worden. Der Tod der Fähe könnte auch für weitere Wölfe den Tod bedeuten - offensichtlich hatte sie Welpen.

Hannover. In der Lüneburger Heide bei Munster ist eine tote Wölfin gefunden worden. Das Tier starb an Bissverletzungen, es soll vor kurzem Welpen geboren haben. Die Wölfin ist eine Schwester von Kurti - der Rüde mit der Kennung MT6 war Ende April im Auftrag des Umweltministeriums getötet worden. Ein Bundesforstmitarbeiter entdeckte das tote Tier am Sonntagabend auf dem Truppenübungsplatz Nord bei Munster im Heidekreis, sagte am Dienstag die Sprecherin des zuständigen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Herma Heyken.

Zuvor hatte die "Böhme-Zeitung" darüber berichtet. Wie die Sprecherin erläuterte, handelte es sich bei der Wölfin um die im vergangenen Jahr mit einem Senderhalsband versehene Fähe FT10, eine Schwester des Rüden MT6. "Nur diese beiden Wölfe sind in Niedersachsen besendert worden", sagte Heyken. Das Tier wurde ins Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht.

Nach ersten Untersuchungen dort sei die Wölfin vermutlich schon vor mehreren Tagen an den Folgen einer Bissverletzung verendet. Welches Tier zugebissen habe, sei noch unklar. Es gebe keine Hinweise auf einen Verkehrsunfall, sagte Heyken. Nach den Erkenntnissen des Leibnitz-Institutes habe die Wölfin offensichtlich vor kurzem Welpen geboren. Die Fähe trug den Namen FT10 seit dem vergangenen Juni, als die beiden Tiere aus dem auffälligen Rudel in Munster besendert wurden. Dabei stehe das "F" für weiblich (female) und das "T" für Telemetrie (Telemetry), erklärte Heyken. Die "10" bedeute, dass die Fähe als bundesweit zehntes weibliches Tier von den beauftragten Spezialisten mit einem Sender versehen worden war.

Der auch Kurti genannte Rüde MT6 war am 27. April bei Bad Fallingbostel wegen seines auffälligen Verhaltens erschossen worden. Das Tier hatte sich immer wieder ohne Scheu Menschen genähert und soll zuletzt den angeleinten Hund einer Familie angegriffen haben. Der Rüde wurde so zum bundesweit ersten Wolf, der seit Rückkehr der Tiere wegen Verhaltensauffälligkeiten im staatlichen Auftrag erschossen wurde. Wolfsfreunde kritisierten die Maßnahme heftig. dpa


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