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Die Schur der Schafe dauert zwei Tage.

Die Schur der Schafe dauert zwei Tage. © Ingo Wagner

Tiere

Moorschnucken für den Moorschutz: Schäferei schert 1500 Tiere

Viel Arbeit steht auf dem Schäferhof Teerling in Wagenfeld bei Diepholz an: "Das geschieht etwa zweimal im Jahr", sagte Schäfer Jan Teerling. Der 79-Jährige gelernte Bäckermeister arbeitet seit 1975 als Schäfer in der Diepholzer Moorniederung.

Wagenfeld. Zwei Tage dauere die Schur der Schafe.

Die Diepholzer Moorschnucke ist eine gefährdete Haustierrasse. Sie ist unabdingbar, um die Landschaft in den empfindlichen Moorgebieten zu pflegen, erklärte Teerling. Vor allem geht es den Schäfern in der Diepholzer Moorniederung bei der Beweidung darum, die Ausbreitung der Moorbirke zu verhindern: Der Baum verdunste bis zu siebenmal so viel Wasser wie die anderen Moorpflanzen. Moore ihrerseits sind wichtig für den Klimaschutz, weil sie viel des Klimagases CO2 binden.

Schon seit dem Mittelalter werde die Diepholzer Moorschnucke als Wolllieferant geschätzt, sagte der Schäfer. Das Fleisch gilt als Delikatesse. Die Vermarktung aber ist schwierig: In den kaum besiedelten Moorregionen um Diepholz und am Dümmer-See gebe es keinen Absatzmarkt, und viele kleine Schlachtereien, die in den vergangenen Jahren Schlachtung und Vermarktung übernahmen, hätten inzwischen geschlossen, erklärte Teerling.

dpa


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