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SPICKEN SOLL NICHT FUNKTIONIEREN: Die Einstellung „Prüfungsmoddus“ soll Klassenarbeiten verhindern, das mit dem Tablet-Computer geschummelt wird.

SPICKEN SOLL NICHT FUNKTIONIEREN: Die Einstellung „Prüfungsmoddus“ soll Klassenarbeiten verhindern, das mit dem Tablet-Computer geschummelt wird.
© dpa

START IN NIEDERSACHSEN

Mit dem Tablet ins Abitur

Als erstes Bundesland will Niedersachsen bei bestimmten Klausuren in der Schule Tablets und Smartphones erlauben. Ein „Prüfungsmodus“ an den Geräten soll das Schummeln verhindern.

Hannover. Schüler dürfen in Niedersachsen in bestimmten Prüfungen künftig tragbare Tablet-Computer und Smartphones benutzen. Eine entsprechende Vorschrift lässt Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) gerade erarbeiten.

Erlaubte Hilfsmittel (etwa ein Atlas, elektronische Wörterbücher, oder Mathematik-Programme, die den Taschenrechner ersetzen) können künftig auf einem Gerät bereit gestellt werden.

Gedacht ist allerdings nicht an jede Klassenarbeit, sondern beispielsweise an Abschlussprüfungen nach der 10. Klasse oder das Abitur. Niedersachsen sei das erste Bundesland, das das möglich mache, so Heiligenstadt. Die mobilen Geräte würden den Schulalltag in den kommenden Jahren stark verändern. „Damit Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler und Eltern Handlungssicherheit haben, sind allerdings klare Regelungen notwendig.“

Für Grundschulen ist das kein Thema, da die Technik erst ab der fünften Klasse benutzt werde, so das Ministerium. Ab der 7. Klasse des Gymnasiums müssen Schüler „elektronische Hilfsmittel“ in Mathe anwenden. Früher den Taschenrechner, jetzt darf es auch ein mobiler Computer sein.

Die Neuregelung kommt bei Schulen zum Tragen, die bereits jetzt mit Tablets arbeiten. Die Klassen müssten sich dann allerdings entscheiden, in den Prüfungen nur mit elektronischen Hilfsmitteln oder nur mit Büchern gearbeitet werden soll.

Wichtiges Thema sei die Sicherheit: Der Erlass, der nun in die so genante Verbandsanhörung, schreibt die Voraussetzungen für den Einsatz fest. Die Geräte müssen vorher bereits über einen längeren Zeitraum im Unterricht eingesetzt worden sein.

Außerdem muss es eine technische Einstellung für einen „Prüfungsmodus“ geben. Der stellt sicher, dass Internet und interne Kameras und Mikrofone deaktiviert sind. Die Schüler haben Zugriff auf die zugelassenen Hilfsmittel.

Derzeit arbeiten laut Kultusministerium über 1000 Schüler mit Mobilgeräten. Die seien aber nicht alle in Klassen, die dann auch für Prüfungen mit den Geräten in Frage kämen. Die Tablets oder Telefone mit denen die Schüler arbeiten, müssen von den Eltern bezahlt werden.

Die CDU kritisierte den Erlasse. Zunächst sei es wichtiger, mehr der Geräte im täglichen Unterricht einzusetzen, statt sich Gedanken über Prüfungen zu machen.

Von Dirk Altwig


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