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Ein Trainer muss sich wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht verantworten.

Ein Trainer muss sich wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht verantworten. © P. Schulze/Archiv

Kriminalität

Missbrauchsprozess gegen Trainer vertagt

Ein Sporttrainer muss sich seit Montag wegen schweren sexuellen Missbrauchsvorwürfen vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Opfer des 27-Jährigen sollen zwei Kinder und ein Jugendlicher gewesen sein, die er im Verein betreute.

Lüneburg. Der Anwalt des Angeklagten stellte am ersten Prozesstag einen Antrag auf Befangenheit gegen die drei Berufsrichter der 1. großen Jugendkammer. Das Verfahren wurde daraufhin nach einer knappen Stunde auf den 19. Januar vertagt. Das Gericht müsse nun in den kommenden Tagen über den Antrag entscheiden, sagte eine Sprecherin.

Nach den Angaben des Anwalts des Angeklagten hatte die Kammer im vergangenen Juli die Aufrechterhaltung des Haftbefehls für seinen Mandanten falsch begründet. Der Angeklagte habe weniger Fälle schweren Missbrauchs eingeräumt als angegeben.

Der Prozess gegen den Trainer war damals aus Termingründen geplatzt. Der Mann hatte die Vorwürfe nur teilweise eingeräumt und auch von einvernehmlichem Sex gesprochen. Die Kammer war aber von einem vollen Geständnis ausgegangen. Nun muss der Prozess von vorn beginnen. Das Oberlandesgericht Celle hatte den Haftbefehl gegen den Mann Ende Juli außer Vollzug gesetzt, der Angeklagte ist auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trainer 71 Taten vor, darunter schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, von Schutzbefohlenen und von widerstandsunfähigen Personen. Einer der Jungs soll an Autismus oder dem Williams-Beuren-Syndrom leiden. Dem Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft, ein Urteil soll Ende März fallen.

dpa


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