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Prozesse

Missbrauch von 21 Jungen: Kinderarzt geht gegen Urteil vor

Eine Woche nach seiner Verurteilung zu einer langen Gefängnisstrafe und Sicherungsverwahrung wegen sexuellen Missbrauchs von 21 Jungen hat ein Kinderarzt Revision eingelegt.

Augsburg. Der entsprechende Antrag der Rechtsanwälte des Mannes sei bei Gericht eingegangen, bestätigte ein Sprecher des Augsburger Landgerichtes am Freitag einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen". Der Mediziner war nach der Entführung eines Fünfjährigen in Garbsen bei Hannover gefasst worden.

Der pädophile 41-Jährige war von dem Gericht zu dreizehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem wurde die Verwahrung des Mannes nach der Haft und ein lebenslanges Berufsverbot angeordnet. Das Gericht folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die beiden Verteidiger hatten in ihrem Plädoyer maximal neun Jahre Haft und die Einweisung in eine psychiatrische Klinik zur Therapierung ihres Mandanten verlangt.

Der Augsburger hatte rund 15 Jahre lang reihenweise Jungen missbraucht, das jüngste Opfer war erst vier Jahre alt. Für Schlagzeilen sorgte im August 2014 die Entführung eines Fünfjährigen in Garbsen. Der Augsburger, der damals in einer Klinik in Hannover arbeitete, lockte das Kind in sein Auto, betäubte es mit einem Medikament und verging sich an dem Jungen in seiner Wohnung. Später setzte er das benommene Opfer an anderer Stelle wieder aus.

dpa


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