Navigation:

© Sebastian Gollnow/dpa

Integration

Ministerinnen wollen Flüchtlingsfrauen fördern

Geflüchtete Frauen sollen bei der Integration nicht vernachlässigt werden. Bisher konzentriert sich die Integration in den Arbeitsmarkt auf Männer, aber 70 Prozent der eingewanderten Frauen wollen ebenfalls arbeiten. Niedersachsens Frauenministerin Cornelia Rundt (SPD) sprach sich bei der Konferenz der Ministerinnen und Minister in Hannover für eine Verbesserung der Situation aus.

Hannover. Die Frauen- und Gleichstellungsministerinnen der Bundesländer wollen die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland auch in den Integrationskursen für Flüchtlinge noch deutlicher herausstellen.

"Es geht um die sehr klare Ansage, dass bei uns Frauen gleichberechtigt sind", sagte Niedersachsens Frauenministerin Cornelia Rundt (SPD) am Donnerstag zum Abschluss der 26. Konferenz der Ministerinnen und Minister in Hannover. Die geplante Erweiterung der Integrationskurse von 60 auf 100 Stunden könne dafür genutzt werden. Rundt hat in diesem Jahr den Vorsitz der Konferenz. In einem einstimmig gefassten Beschluss forderten die Ministerinnen und Minister zudem, dass Kurse zur Sprachförderung und zur Integration in den Arbeitsmarkt stärker auf Flüchtlingsfrauen zugeschnitten werden. Wichtig sei dabei, dass es Angebote nah am Wohnort gebe und eine Kinderbetreuung gesichert sei. "Sonst werden die Frauen abgehängt", mahnte Rundt. Fehler der 1990er Jahre dürften nicht wiederholt werden.

Die bisherigen Angebote seien vor allem darauf ausgerichtet, Männer ins Arbeitsleben zu integrieren. Zunehmend flüchteten aber auch immer mehr Frauen nach Deutschland. Eine Umfrage habe ergeben, dass mehr als 70 Prozent von ihnen arbeiten wollten.

epd


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Die Bahn verspricht, pünktlicher zu werden - schafft sie das?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie