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Das Bundeskartellamt verhängte Millionen-Starfen gegen Handelsketten.

Das Bundeskartellamt verhängte Millionen-Starfen gegen Handelsketten. © Oliver Berg/Archiv

Handel

Millionen-Strafen wegen Preisabsprachen für Bier und Süßes

Wegen unerlaubter Preisabsprachen für Bier, Süßigkeiten und Kaffeeprodukte hat das Bundeskartellamt gegen mehrere Handelsketten eine Strafe von 90,5 Millionen Euro verhängt.

Bonn. Große Handelsketten wie Edeka, Metro, Netto und Rewe sowie der Getränkegroßhandel A. Kempf in Offenburg haben nach Überzeugung der Aufsichtsbehörde mit der Großbrauerei Anheuser Busch die Ladenpreise vor allem für "Becks"-Bier, "Franziskaner" und "Hasseröder" abgesprochen. Wegen verbotenen Preisverabredungen bei Kaffee verlangt die Behörde Bußgeld von der Drogeriemarktkette Rossmann, Absprachen bei Süßwaren werden der Lidl Stiftung vorgeworfen.

Rossmann habe Einspruch eingelegt. In allen anderen Fällen hätten die betroffenen Firmen sich einvernehmlich mit dem Kartellamt verständigt, teilte das Kartellamt mit.

Die neue Serie von Bußgeldern geht auf Durchsuchungen von 2010 zurück. Dabei waren 15 Lebensmittel- und Drogerieketten sowie Unternehmen für Tierbedarf und Markenartikel-Produzenten durchsucht worden. In dem Verfahren geht es um sogenannte Vertikal-Absprachen zwischen Produzenten und Handelsketten, die genauso verboten sind wie Absprachen von Ketten oder Herstellern untereinander. Das Gesamtbußgeld aus diesen Verfahren sei nun auf gut 242 Millionen Euro gestiegen, teilte das Bundeskartellamt mit.

dpa


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