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Milchbauern fordern ein Eingreifen von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt.

Milchbauern fordern ein Eingreifen von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt. © M. Scholz

Agrar

Milchbauern starten Protestzug in Ostfriesland

Milchbauern aus Niedersachsen sind am Montag zu einer Protestfahrt nach München gestartet. Im ostfriesischen Pewsum (Kreis Aurich) gingen 35 Schleppergespanne an den Start, sagte der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Hans Foldenauer.

Pewsum. Bei einer vorausgehenden Kundgebung sei Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zum Eingreifen aufgefordert worden. "Schmidt muss handeln, aber er beobachtet nur seit Monaten", sagte Foldenauer.

Die Milchlandwirte spüren seit Monaten eine weltweite Milchüberproduktion, die zu einem drastischen Verfall der Erzeugerpreise geführt hat. Laut BDM fehlen den Milchbauern im Moment mindestens 10 Cent pro Kilo, was 3 Milliarden Euro Verluste für die deutschen Milchviehbetriebe und den ländlichen Raum bedeute.

Um den Preisverfall zu begrenzen, ist nach Ansicht des BDM eine Deckelung der Milchproduktion nötig, sagte Foldenauer. Zum 1. April wurde die Milchquote abgeschafft. Auch die Einfuhrsperre nach Russland drückt den Preis.

Aus ganz Deutschland machen sich in diesen Tagen daher Milchbauern auf einer Staffelfahrt auf den Weg nach München, wo am 1. September eine große Kundgebung auf dem Odeonplatz stattfinden soll. Ebenfalls am Montag startete die Nordost-Route im schleswig-holsteinischen Hohenwestedt. Weitere Startpunkte in Deutschland sind am 28. August in Breisach und am 1. September in Traunstein.

dpa


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