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Mikroplastikteilchen aus Wasserproben.   

Mikroplastikteilchen aus Wasserproben.   © Inga Kjer/Archiv

Landtag

Mikroplastik in Flüssen: Viele Fragen offen

Mikroplastik in niedersächsischen Flüssen und Seen ist nach Expertenansicht eine Art Stiefkind der Gewässerkunde. Sind die mikroskopisch kleinen Partikel (kleiner als fünf Millimeter) ein großes Problem oder eine Marginalie? "Wir wissen es nicht", sagt Gunnar Gerdts vom Nordseebüro des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.

Hannover. Die Konzentrationen in den Binnengewässern seien bislang nicht gemessen worden.

So sei unklar, welcher Anteil der Partikel aus Kläranlagen stamme, sagte Gerdts. Eine im Herbst 2014 veröffentlichte Studie kam zu dem Schluss, dass in einem Kubikmeter geklärten Wasser etwa 200 bis 1000 Partikel sind. Es wurden zwölf Kläranlagen im Nordwesten Niedersachsens untersucht. Die Anlagen können die winzigen Teilchen kaum filtern. Sie stammen beispielsweise aus gewaschenen Fleecejacken, dem Abrieb von Dosen, aber auch aus Zahnpasta, Shampoo und Make-up.

Seit Monaten wird deshalb diskutiert, ob Mikroplastik in Kosmetikprodukten verboten werden soll. Gerdts plädiert dafür, weist aber darauf hin, dass es unklar sei, wie viel Mikroplastik tatsächlich aus Kosmetika stammt. Denn den winzigen Plastikteilchen sehe man ihre Herkunft nicht mehr an.

dpa


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