Navigation:
Kriminalität

Mehrzahl der Niedersachsen fühlt sich sicher

Ein Großteil der Niedersachsen fühlt sich in der persönlichen Umgebung sicher. Dennoch wurde knapp ein Drittel nach einer LKA-Studie 2014 Opfer eines Verbrechens. Doch viele Taten werden nicht angezeigt.

Hannover. Knapp ein Drittel aller Niedersachsen sind nach einer neuen Dunkelfeldstudie des Landeskriminalamtes (LKA) 2014 Opfer einer Straftat geworden. Dennoch schätzen 86 Prozent der Befragten das Risiko, selber Opfer von Kriminalität zu werden, als eher gering ein, teilte das LKA bei der Vorlage der Studie am Montag mit. Mehr als 20 000 Niedersachsen beteiligten sich an der Befragung, bei der es um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und nicht angezeigte Taten geht. Die Studie wurde zum zweiten Mal gemacht, sie soll alle zwei Jahre wiederholt werden.

PERSÖNLICHE RISIKOEINSCHÄTZUNG: 47,1 Prozent schätzen das Risiko, Opfer eines Verbrechens zu werden, als eher gering ein, 39 Prozent als gering. 8 Prozent gehen von einem eher hohen Risiko aus, 0,7 Prozent von einem hohen Risiko.

ALLGEMEINES UNSICHERHEITSGEFÜHL: 1,1 Prozent haben ein hohes, 7,7 Prozent ein eher hohes Unsicherheitsgefühl. 39,1 Prozent der Befragten halten ihre Unsicherheit für eher gering, 46,9 Prozent für gering.

SICHERHEITSGEFÜHL ZUHAUSE: In der eigenen Wohnung und der näheren Umgebung haben 38,8 Prozent ein hohes und 46,3 Prozent ein eher hohes Sicherheitsgefühl. 8,9 Prozent haben ein eher geringes und 1,2 Prozent ein geringes Sicherheitsgefühl. Vor allem jüngere Frauen fühlen sich unsicher, obwohl verstärkt junge Männer Opfer von Verbrechen werden.

DIE HÄUFIGSTEN VERBRECHEN: 29,2 Prozent der Befragten wurden 2014 nach eigener Beurteilung Opfer einer Straftat. Vorne rangierten Diebstähle (11,7 Prozent), Computerkriminalität (11,6), Sachbeschädigung (8,3), Bedrohungen (4,4) Betrug ohne Internetnutzung (3,5), Sexualdelikte (1,5) und Raub (0,5).

ANZEIGEVERHALTEN: 48 Prozent der Diebstähle wurden angezeigt. Bei Betrug gingen nur 30,6 Prozent aller Betroffenen zur Polizei, bei Sachbeschädigung 29 Prozent, bei Raub 25, bei Körperverletzung 22,2, bei Bedrohungen 12,1 und bei Sexualdelikten 5,9 Prozent.

VERTRAUEN IN DIE POLIZEI: Mehr als drei Viertel der Befragten sieht sich von der Polizei gerecht oder eher gerecht behandelt. Knapp 85 Prozent vertraut darauf, dass die Beamten sich an Recht und Gesetz halten. Ein Fünftel meint aber, es bringe nichts, sich mit Problemen an die Polizei zu wenden. Knapp drei Viertel sieht Verlass auf den Rechtsstaat, ein Viertel ist da eher skeptisch.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was halten Sie von einem Rauchverbot im Auto?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie