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Medien: Land bürgte bei Nordseewerken für 60 Millionen Euro

Nach dem Insolvenzantrag der Nordseewerke in Emden stehen für das Land Niedersachsen nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" Bürgschaften von mehr als 60 Millionen Euro auf dem Spiel.

Hannover. Insgesamt betrage die Höhe der Kredite, die die Nord/LB dem Unternehmen gewährt habe, 87 Millionen Euro, berichtet die Zeitung am Donnerstag. Die Bank und die zuständigen Ministerien des Landes wollten diese Angaben nicht bestätigen.

Das Wirtschaftsministerium in Hannover hat für den Nachmittag ein Treffen mit dem Betriebsrat des Offshore-Zulieferers angesetzt. "Dabei geht es unter anderem um die Suche nach neuen Investoren", erklärte Michael Hehemann von der IG Metall Emden. Betroffen von dem Insolvenzantrag sind fast 190 Mitarbeiter, von denen 80 Prozent bereits seit September 2014 in Kurzarbeit sind.

Niedersachsen will eine Zerschlagung des Unternehmens verhindern und lehnt eine angestrebte Insolvenz in Eigenverwaltung ab. Die Nordseewerke hatten Ende Mai einen Insolvenzantrag gestellt.

Der niedersächsische CDU-Landtagsfraktionsvize Dirk Toepffer forderte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) auf, die Beschäftigten in Emden nicht erneut mit leeren Versprechungen zu vertrösten. Wegen der Bürgschaften, die das Land übernommen habe, hätte Lies sich über die wirtschaftliche Situation der Nordseewerke laufend informieren müssen, kritisierte Toepffer. "Die Zeit der vollmundigen Versprechungen muss nach zweieinhalb Jahren vorbei sein."

dpa


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