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VW-Fahrzeuge am Betriebsgelände des Fischunternehmens «Deutsche See» in Bremerhaven.

VW-Fahrzeuge am Betriebsgelände des Fischunternehmens «Deutsche See» in Bremerhaven. © I. Wagner

Auto

Maue Aussichten für Deutsche See in Abgasklage gegen VW

Der VW-Kunde Deutsche See hat mit seiner millionenschweren Schadenersatzklage gegen den Autohersteller wegen manipulierter Abgaswerte einen schweren Stand. In der mehr als zweistündigen Verhandlung am Freitag habe Richter Pedro Serra de Oliveira erkennen lassen, dass er wenig Hoffnung auf Erfolg für die Ansprüche des Fischverarbeiters sehe, teilte eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig mit.

Braunschweig. Nach derzeitiger Aktenlage sehe der Richter keinen Aufhebungshebungsgrund für die Verträge zwischen beiden Parteien. Auch eine rückwirkende Anpassung der Verträge mit reduzierten Leasing-Raten sei aus seiner Sicht nicht gegeben.

Die Deutsche See kam nach der Verhandlung zu einem ganz anderen Schluss. "Uns war von Anfang an klar, dass es ein David-gegen-Goliath-Prozess wird und trotzdem sind wir unseren definierten Zielen ein großes Stück nähergekommen", sagte der Geschäftsführende Gesellschafter Egbert Miebach. Wegen arglistiger Täuschung will der Fischverarbeiter insgesamt 11,9 Millionen Euro Schadenersatz von Volkswagen. Etwa 500 Fahrzeuge des Flottenkunden sind nach Unternehmensangaben von Abgasmanipulationen betroffen.

Das Landgericht Braunschweig hat nun eine neue Frist gesetzt, in der beide Parteien die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung besprechen könnten, wie die Sprecherin mitteilte. Weitere Stellungnahmen zu dem Rechtsstreit sind auch möglich. Eine Entscheidung soll Ende Oktober verkündet werden.

dpa


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