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Das Marinemusikkorps spielt zur Taufe der Fregatte «Nordrhein-Westfalen».

Das Marinemusikkorps spielt zur Taufe der Fregatte «Nordrhein-Westfalen». © Axel Heimken/Archiv

Verteidigung

Marine-Inspekteur: Nachwuchsgewinnung große Herausforderung

Nicht nur für Gastronomie und Handwerk ein Problem, auch die Marine muss sich anstrengen, um geeigneten Nachwuchs zu gewinnen. Auf einer Tagung beraten europäische Marine-Chefs über das Problem.

Rostock/Hamburg. Die Marine steht bei der Nachwuchsgewinnung nach Ansicht des Inspekteurs der Deutschen Marine, Andreas Krause, vor großen Herausforderungen. Die Marine müsse sich die sozialen und gesellschaftlichen Trends genau anschauen, um für die künftige Personalgewinnung gerüstet zu sein, sagte Krause der Deutschen Presse-Agentur vor einem Treffen europäischer Marine-Chefs am Donnerstag und Freitag in Hamburg. Neben den 26 Marine-Chefs sind auch Vertreter der Nato und der EU auf der Konferenz in Hamburg vertreten, um über die Herausforderungen der kommenden Jahre am europäischen Arbeitsmarkt zu diskutieren.

Die Marine stehe vor der Herausforderung, angesichts der demografischen Entwicklung genügend und vor allem auch geeigneten Nachwuchs zu rekrutieren. "Die Soldaten müssen in der Lage sein, Hochtechnologie zu bedienen, in einem sehr fordernden operativen Umfeld."

Um perspektivisch die passenden Kandidaten für die Marine zu finden, seien bei dem Hamburger Treffen auch Experten von externen Personaldienstleistern dabei.

Eine Antwort auf die großen Personalfragen der Zukunft sei die Indienststellung der neuen Fregattengeneration F125. Neben Vorträgen und Diskussionen konnten sich die internationalen Konferenzteilnehmer am Donnerstag bei einer Schiffsführung auf der Fregatte "Nordrhein-Westfalen" auch über die neueste Schiffsklasse der Deutschen Marine informieren. Die erste von insgesamt vier Fregatten wird im Sommer in Dienst gestellt.

Die neuen Fregatten seien für eine Stammbesatzung von 120 Soldaten ausgelegt, sagte Krause. Auf den älteren Fregatten seien noch weit mehr als 200 Soldaten. Wie bei den Korvetten könnte das Personal bei Auslandseinsätzen vor Ort ausgetauscht werden. Insgesamt acht Besatzungen rotierten alle vier Monate über die vier Fregatten. "Die Schiffe können bis zu zwei Jahre im Einsatzgebiet bleiben. Neben der Flexibilität beim Personaleinsatz machen dies die hohe Automation und robuste Technik möglich", sagte Krause. "Wir vermeiden damit, potenzielle Bewerber mit langen Einsätzen und unvorhersehbaren Einsatzplanungen abzuschrecken."

dpa


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