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Der Prozess findet vor dem Landgericht Braunschweig statt.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Braunschweig statt. © Ole Spata/Archiv

Kriminalität

Mann wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs vor Gericht

An einem Mord-Tatort fällt Ermittlern ein Mann auf. Seine Schuhe, an denen Blut klebt, werden sichergestellt. Er selbst darf gehen. Nun steht er vor Gericht. Er soll später erneut versucht haben zu töten.

Cremlingen. Ein 35-Jähriger kommt wegen Mordes und zweifachen versuchten Mordes vor das Landgericht Braunschweig. Er soll laut Anklage in Cremlingen (Landkreis Wolfenbüttel) zwei 51 und 54 Jahre alte Zechkumpanen mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt haben. Der Jüngere starb. Rund sechs Wochen später soll der Beschuldigte erfolglos versucht haben, einen 77-Jährigen zu töten. Der Prozess beginnt am 9. September, wie das Landgericht Braunschweig am Montag mitteilte. Der 35-Jährige bestreitet laut Staatsanwaltschaft beide Taten. Die Motive sind unklar.

Nach der ersten Tat im Januar war zunächst gegen den 54-jährigen Überlebenden Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Er habe kaum zu der Tat aussagen können, da ihm die Stimmbänder durchtrennt wurden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Fabian Londa. Seinem 51-jährigen Bekannten war die Kehle durchgeschnitten worden. Er sei innerhalb kürzester Zeit gestorben.

Schon kurz nach der Attacke wurde der jetzt Angeklagte polizeilich erfasst. Er sei am Tatort aufgetaucht und habe sich nach seinen Bekannten erkundigt, sagte Londa. Daraufhin wurden seine Schuhe, auf denen sich Blutspritzer befanden, sichergestellt. Den Mann selbst habe man laufen lassen: "Es gab keinen Verdacht." Die Spurenlage am Tatort sei sehr chaotisch gewesen.

Das Blut auf den Schuhen kam nach Londas Angaben anschließend zur DNA-Analyse. In der Zwischenzeit verübte der 35-Jährige eine weitere Messerattacke auf einen 77-jährigen Nachbarn. Der Mann konnte die Attacke abwehren und erlitt lediglich leichte Verletzungen. Nach dem Angriff wurde der mutmaßliche Täter gefasst und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er stammt laut Londa aus dem Trinker-Milieu.

Kurze Zeit später habe dann das DNA-Gutachten zu dem Blut auf den Schuhen vorgelegen, die nach der tödlichen Attacke im Januar sichergestellt worden waren. Es stammte demnach vom Tatort. Nun geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 35-Jährige im Januar die beiden Männer attackiert hatte. Die drei sollen zuvor zusammen getrunken haben. Als die Opfer eingeschlafen waren, soll der Beschuldigte auf sie eingestochen haben.

dpa


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