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Niedersachsen Prozessbeginn um Brandanschlag auf Haus von Ex-Freundin
Nachrichten Niedersachsen Prozessbeginn um Brandanschlag auf Haus von Ex-Freundin
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15:52 06.02.2018
Angeklagter (l) sitzt neben seinem Rechtsanwalt Kurt-Peter Bulang. Quelle: Peer Körner
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Lüneburg

Aus Eifersucht und Hass soll ein 35-Jähriger versucht haben, in Celle ein Mehrfamilienhaus in die Luft zu sprengen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord an 15 Menschen und schwere Brandstiftung vor, am Dienstag begann der Prozess am Landgericht Lüneburg.

Dem Mann wird vorgeworfen, das Haus im vergangenen Jahr in der Nacht zum 12. Februar in Brand gesetzt zu haben, indem er im Keller vergossenes Benzin anzündete und dann den Gashahn aufdrehte. So habe er seine Ex-Lebensgefährtin und deren neuen Freund töten wollen, glaubt die Staatsanwaltschaft. Der Mann habe sich nicht damit abfinden können, dass die Frau ihr Leben mit einem anderen weiterführen wollte.

Dabei soll er auch in Kauf genommen haben, dass die übrigen Hausbewohner hätten sterben können, darunter seine eigene Tochter, sie war damals vier Jahre alt. "Heftige Eifersuchts- und Hassgefühle" sollen sein Motiv gewesen sein.

Die Bewohner des Hauses entdeckten das nächtliche Feuer noch rechtzeitig. Die Feuerwehr konnte sie über Leitern retten, den Brand löschen und das Gas abstellen. Zu einer Explosion kam es nicht. Allerdings mussten sechs der 15 Bewohner, darunter eine Großfamilie, wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung behandelt werden. Das Haus blieb wochenlang unbewohnbar.

Der Angeklagte, ein Deutscher, wollte am Dienstag zunächst keine Aussage machen. Der Haftbefehl gegen den Kfz-Mechaniker wurde im vergangenen Jahr aufgehoben, wie sein Verteidiger in einer Verhandlungspause sagte.

Der 35-Jährige soll seine Ex-Freundin nach deren Angaben seit langem verfolgt haben. Sie habe ihn schon im Jahr zuvor etwa 14 Mal bei der Polizei angezeigt, sagte die als Nebenklägerin auftretende 27-Jährige am Dienstag aus. So habe es schon 2016 am vorherigen Wohnort nach einer Trennung vom Angeklagten gebrannt, die Bremsschläuche ihres Autos seien durchschnitten und die Reifen zerstochen worden. Dennoch seien sie wieder zusammengekommen. "Ich wusste: Es geht nicht mit, es geht nicht ohne", sagte sie über die langjährige On-Off-Beziehung. Kurz vor dem Brand im Februar 2017 habe man sich erneut getrennt.

Erhebliche Widersprüche in der Aussage der Frau erregten den massiven Unwillen des Vorsitzenden Richters. So hieß es zunächst, die Haustür sei immer offen gewesen. "Das ist eine ganz klare Falschaussage", erklärte der Richter. Auch bei der Frage der Verteidigung nach einer Räumungsklage antwortete die 27-Jährige zunächst widersprüchlich. Das Verfahren beruhe im Wesentlichen auf den Aussagen der Frau, erklärte der Vorsitzende später einem Zeugen. Bis zum 7. März sind insgesamt zehn Verhandlungstermine angesetzt.

dpa

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