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Der Schriftzug des Landgerichts Hannover ist auf einem Schild zu sehen.

Der Schriftzug des Landgerichts Hannover ist auf einem Schild zu sehen. © Ole Spata/Archiv

Kriminalität

Mann nach Säure-Attacke wegen versuchten Mordes vor Gericht

Weil er seine Ex-Freundin in Hannover mit einer Säure-Attacke dauerhaft entstellt haben soll, muss sich ein 32-Jähriger vom kommenden Freitag an wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Hannover. Im Streit über die vorangegangene Trennung soll der Mann der 27-Jährigen einen aus Schwefelsäure bestehenden Abflussreiniger ins Gesicht geschüttet haben, teilte das Landgericht am Freitag mit. Weil der Mann der Frau zuvor schon nachgestellt hatte, hatte diese bereits eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Bei dem Angriff Mitte Februar soll der Angeklagte die 27-Jährige frühmorgens an ihrer Wohnung abgepasst haben, um sie wegen der Trennung zur Rede zu stellen. Als die Frau ihn zum Gehen aufforderte, schüttete er ihr überraschend den Rohrreiniger ins Gesicht. Seitdem kann die Frau auf einem Auge nicht mehr sehen und ist im Gesicht schwer entstellt. "Der Angeklagte hat in Kauf genommen, dass sie dadurch sterben wird, das hätte zum Tode führen können", erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Wegen der schweren Verätzungen war das Opfer zunächst in ein künstliches Koma versetzt worden. Später stellte die junge Frau sich vom Krankenbett aus einem Interview mit den hannoverschen Zeitungen und ließ sich auch fotografieren. Nach den Ermittlungen hatte der Angreifer industriellen Rohrreiniger verwendet, der 96-prozentige Schwefelsäure enthält.

dpa


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