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Kriminalität

Mann erschlägt Freundin: zweijähriges Kind schaut zu

Er soll so heftig auf seine Lebensgefährtin eingeprügelt haben, dass sie an den Verletzungen starb - dafür muss sich ein 28-Jähriger seit Mittwoch am Osnabrücker Landgericht verantworten.

Osnabrück. Die Anklage lautet auf Totschlag. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus dem emsländischen Sögel vor, am 5. Dezember im Streit so lange auf seine Freundin eingeschlagen und eingetreten zu haben, bis sie das Bewusstsein verlor und an inneren Blutungen starb. Die ganze Zeit über soll das gemeinsame zweijährige Kind Zeuge des Gewaltexzesses gewesen sein.

Zum Prozessauftakt habe der Angeklagte zu den Vorwürfen zwar geschwiegen, sagte eine Gerichtssprecherin. Er habe aber schon vor dem Ermittlungsrichter die Tat gestanden.

Grund des Streits war eine Affäre, die die Partnerin des Angeklagten mit einem anderen Mann hatte. Als sie sich weigerte, ihm von diesem Verhältnis zu erzählen, soll er wütend geworden sein und sie aufgefordert haben, mit ihm ins Badezimmer zu gehen. Die Frau nahm das Kind mit ins Bad. Dort soll laut Anklage der 28-Jährige die Tür abgeschlossen und eine halbe Stunde lang seine Partnerin geschlagen und getreten haben. Zunächst hat das Landgericht bis Mitte Juni drei Folgetermine anberaumt.

dpa


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