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Ein Gerät, mit dem der Tachostand manipuliert werden kann, ist zu sehen.

Ein Gerät, mit dem der Tachostand manipuliert werden kann, ist zu sehen. © ADAC/Archiv

Urteile

Manipulierter Tachostand: Käufer darf Wagen zurückgeben

Ein Käufer darf einen Gebrauchtwagen bei manipuliertem Tachostand zurückgeben, wenn der Verkäufer ausdrücklich eine Garantie für die angeblich geringere Laufleistung gegeben hat.

Oldenburg. Das Oberlandesgericht Oldenburg bestätigte ein entsprechendes Landgerichtsurteil, wie das Gericht am Montag mitteilte. Ein Mann aus dem Kreis Cuxhaven hatte im Herbst 2015 für 8000 Euro einen Wagen mit einem Tachostand von 160 000 Kilometern gekauft. Bald darauf wollte er das Auto wegen eines angeblich falschen Tachostands zurückgeben. Beim folgenden Prozess stellte ein Sachverständiger fest, dass der Wagen 2010 bereits über 220 000 Kilometer gelaufen hatte.

Der Verkäufer meinte, er habe von den vielen Kilometern nichts gewusst und den Wagen selber gebraucht gekauft. Außerdem habe er den Stand nur "laut Tacho" angegeben. Das Gericht sah dies anders. Zwar könne der Käufer bei einem Verkauf unter Privatleuten nicht automatisch davon ausgehen, dass der Verkäufer den Tachostand auch auf seine Richtigkeit geprüft habe. Allerdings habe der Verkäufer die Laufleistung im konkreten Fall unter der Rubrik "Zusicherungen des Verkäufers" aufgenommen. Damit habe er ausdrücklich eine Garantie übernommen, weshalb er den Wagen zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten müsse.

dpa


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