Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase geht zurück
Nachrichten Niedersachsen Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase geht zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:46 01.02.2018
Die Luftverschmutzung durch Dieselabgase nimmt in Niedersachsen ab. Quelle: dpa
Hannover

Obwohl die Luftverschmutzung durch Dieselabgase in Niedersachsen und Bremen im vergangenen Jahr nach vom Umweltbundesamt ausgewerteten Daten leicht zurückgegangen ist, gibt es in fünf Städten weiter Probleme. So wurde der Grenzwert für die Stickstoffdioxidbelastung von 40 Mikrogramm im Jahresmittel in Hannover, Osnabrück und Oldenburg weiterhin überschritten.

Wahrscheinlich nicht eingehalten wird der Grenzwert demnach ebenfalls in Hildesheim und Hameln, während in Bremen der Grenzwert anders als 2016 nun unterschritten wird, er sank von 41 auf 39 Mikrogramm. Als Ursache für hohe Stickstoffdioxidbelastung in den Städten gilt vor allem der Autoverkehr, insbesondere verursacht durch ältere Diesel-Autos.

Rückgang in Hannover

In allen weiterhin von einer Überschreitung betroffenen Städten ging die Stickstoffdioxidbelastung dennoch im Vergleich zu 2016 zurück. In Oldenburg sank sie von 50 auf 49 Mikrogramm, in Osnabrück von 48 auf 44 und in Hannover von 55 auf 44. Für Hildesheim und Hameln lagen noch keine Werte vor.

Bundesweit ging die Zahl der Städte mit zu viel Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft von 90 auf rund 70 zurück. Die höchste Belastung gab es trotz eines leichten Rückgangs in München, dort wurden im Jahresmittel 78 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen.

Politik und Autobranche wollen Diesel-Abgase reduzieren, um drohende Fahrverbote zu vermeiden. Der EU-Kommission reichen die bisherigen Anstrengungen für saubere Luft nicht aus, sie könnte Deutschland beim Europäischen Gerichtshof verklagen. Ende Februar steht zu möglichen Fahrverboten auch eine Verhandlung beim Bundesverwaltungsgericht an.

Kein Feinstaub-Problem

Die deutschen Autobauer hatten bei einem Dieselgipfel der Bundesregierung im Sommer 2017 unter anderem Software-Updates bei zusätzlichen 2,8 Millionen Autos zugesagt. Der Bund hat daneben einen Fonds von bis zu einer Milliarde Euro aufgelegt, um Maßnahmen in Kommunen zu fördern. Über mögliche weitere Maßnahmen sprechen Union und SPD auch in ihren Koalitionsverhandlungen.

Bei der Feinstaubbelastung gibt es in Niedersachsen und Bremen keinen Messpunkt mehr, an dem die erlaubte Zahl von 35 Tagen pro Jahr mit erhöhten Werten überschritten wird. Die Werte blieben überall deutlich darunter.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!