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Lippenleserin sagt in Prozess um Kaufhausbrand aus

Eine ungewöhnliche Sachverständige ist im Prozess wegen schwerer Brandstiftung in einem Bremer Traditionskaufhaus zu Wort gekommen: Eine 76-jährige Lippenleserin übersetzte am Freitag eine kurze Sequenz aus einem tonlosen Überwachungsvideo.

Bremen. Die Aufnahme war kurz vor dem Brand am Hintereingang entstanden. Zu sehen sind der angeklagte Inhaber des Textilgeschäfts und sein mutmaßlicher Komplize. Ein Sprecher des Bremer Landgerichts sagte, während seiner 18-jährigen Dienstzeit habe er noch keine Lippenleserin vor Gericht erlebt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten vor, einen Raubüberfall fingiert und das Feuer im Mai 2015 selbst gelegt zu haben. Laut Anklage belegen diese und andere Aufnahmen von der Überwachungskamera die Schuld der beiden. Der Anwalt des Inhabers sagte am Rande des Prozesses, die Aussage der Lippenleserin "gibt für die Beweislage nichts her". In den gezeigten Unterhaltungen sei von einer Verabredung zur Brandstiftung keine Rede.

dpa


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