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Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). © Carmen Jaspersen/Archiv

Energie

Lies stichelt in Anzeige gegen bayerische Landesregierung

Mit einer rund 60 000 Euro teuren Anzeige hat Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) Unternehmer aus Bayern zum Umzug nach Niedersachsen aufgefordert. "Auch bayerische Unternehmen brauchen Strom! Ziehen Sie direkt an die Quelle, ins Land mit Energie: nach Niedersachsen", schreibt Lies in der halbseitigen Anzeige, die am Samstag in der "Süddeutschen Zeitung" (München) erschien.

Hannover. Der Minister attackiert darin die Linie der bayerischen CSU-Landesregierung zur Energiewende scharf. "Die Haltung der bayerischen Staatsregierung sorgt eher nicht dafür, diese industriepolitisch Herausforderung zu meistern", schreibt Lies.

Bayern steht mit seiner Haltung zur Energiewende relativ isoliert da, die Wirtschaftsminister der Länder hatten sich zuletzt mit Ausnahme Bayerns zum Ausbau der Stromnetze in Deutschland bekannt. "Wenn der Strom nicht zu ihnen kommt, kommen Sie doch einfach zum Strom", schreibt Lies. Niedersachsen sei führend beim Ausbau erneuerbarer Energien, außerdem stelle das Land "den DFB-Pokalsieger 2015 und aktuellen Bayernjäger Nr. 1", stichelt Lies weiter.

Seine bayerische Ministerkollegin Ilse Aigner (CSU) reagierte gereizt. Die Anzeige sei schlechter Stil, wird Aigner bei ntv.de zitiert. Der Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, Stefan Wittke, sagte, die Anzeigenkosten seien als Wirtschaftswerbung für das Land durchaus gerechtfertigt. "Wir wollen auf die Vorzüge Niedersachsens aufmerksam machen, das funktioniert auch über Zeitungsanzeigen."

dpa


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