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Kriminalität

Lebenslang nach Mord und zweifachem versuchten Mord gefordert

Für einen Mord und zwei versuchte Morde soll ein 35-Jähriger lebenslang hinter Gitter. Nach einem Trinkgelage in Cremlingen im Kreis Wolfenbüttel habe der Mann einem schlafenden 51-Jährigen heimtückisch die Kehle durchgeschnitten, erklärte Oberstaatsanwältin Kirsten Böök am Dienstag in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Braunschweig.

Braunschweig. Auch bei einem ebenfalls schlafenden 54-Jährigen habe der Angeklagte dies versucht. Sechs Wochen später griff der Mann nach Überzeugung der Staatsanwältin einen 77-jährigen Nachbarn von hinten mit einem Messer an. Das Motiv für die Taten ist aus ihrer Sicht "ein Rätsel".

Die Staatsanwältin sagte, sie sehe bei dem 35-Jährigen eine besondere Schwere der Schuld. Damit wäre es sehr unwahrscheinlich, dass der Mann vorzeitig nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden könnte, wenn er verurteilt wird. Der Angeklagte bestreitet die Angriffe auf die schlafenden Männer, er beschuldigt den überlebenden 54-Jährigen. Seinen Nachbarn habe er lediglich erschrecken wollen.

"Die Einlassung ist in sich nicht schlüssig", sagte Staatsanwältin Böök. Unter anderem seien zeitliche Abläufe nicht stimmig. Das sah auch ein Anwalt der Nebenklage so. Es bestehe kein Zweifel, dass der Angeklagte lüge, sagte er. Das Urteil wird am 30. November erwartet.

dpa


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