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Tausende von Nonnengänsen starten auf einer Weide.

Tausende von Nonnengänsen starten auf einer Weide. © Ingo Wagner/Archiv

Agrar

Landvolk will bessere Entschädigung für Gänseschäden

Bessere Entschädigungen als Ausgleich für leer gefressene Felder durch Gänse hat das Landvolk Niedersachsen gefordert. Über eine geplante Regelung des Landes könnten Landwirte zwar einen Ausgleich für Schäden auf Ackerflächen beantragen, sagte eine Sprecherin.

Hannover. Das Verfahren greife jedoch zu kurz und müsse auf Gründlandflächen ausgeweitet werden. Die bisher vorgestellte Richtlinie sei sonst nur eine "Zwei-Klassen-Regelung", so die Kritik des Landvolkes.

Die Landwirtschaft beklagt immer wieder große Schäden durch nordische Zugvögel, besonders durch Gänseschwärme. Danach sorgen rastende und überwinternde geschützte Vogelarten auf Acker und Grünland für empfindliche Einbußen beim Ertrag. Eine Abwehr der geschützten Vogelarten sei kaum möglich, daher breiteten sich Rast- und Brutvögel weiter aus.

Das Landvolk will außerdem einen niedrigeren Schwellenwert für Ausgleichszahlungen erreichen. Das Land möchte diese erst ab einem Betrag von 500 Euro gewähren, der Verband schlägt hier bereits 150 Euro als Bagatellgrenze vor. Dafür sollten ausreichende Haushaltsmittel bereit stehen, denn der Verband schätzt die zukünftige Nachfrage nach dieser Ausgleichszahlung als sehr hoch ein.

Über das Ausmaß der Gänseschäden gibt es immer wieder Diskussionen. Naturschützer haben in der Vergangenheit eine Einschränkung der Gänsejagd gefordert, da dies die Probleme nicht löse. Mehr Jagd bedeute mehr Unruhe, dadurch würden die Tiere mehr fliegen und letztlich mehr fressen.

dpa


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