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Kinderkrippe.

Kinderkrippe. © Julian Stratenschulte/Archiv

Landtag

Krippen-Träger müssen auf neue Förderprogramme warten

Die Fördertöpfe für den Ausbau von Krippenplätzen in Niedersachsen sind leer. Dabei sollten sie noch bis 2018 reichen. Nun müssen Antragsteller warten, bis ein neues Förderprogramm beginnt. Wie viel Geld es dann gibt, ist noch offen.

Hannover. Die Fördermittel von Bund und Land zum Ausbau der Krippenplätze in Niedersachsen sind aufgebraucht. Dabei sollte die Förderung in Höhe von insgesamt rund 73 Millionen Euro noch bis 2018 reichen. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag hervor. Dennoch laufen weiter Förderanträge von Kita-Trägern ein, für die aktuell kein Geld da ist. Die Höhe dieser neuen, noch nicht abgearbeiteten Anträge beläuft sich auf rund 38 Millionen Euro.

Dieses Geld soll nun aus einem neuen Förderprogramm kommen, das der Bund ab 2017 auflegen will. Die Träger könnten deshalb auch weiterhin Anträge stellen, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag. Auch Baumaßnahmen, mit denen in diesem Jahr bereits begonnen wurde, sollen durch das neu aufgelegte Programm rückwirkend gefördert werden.

Dennoch gab es am Donnerstag im Landtag in Hannover Kritik aus den Reihen der CDU-Fraktion. "Der Bedarf an Krippenplätzen in Niedersachsen ist weiterhin sehr groß", teilte der schulpolitische Sprecher der Fraktion, Kai Seefried, mit. Es müsse nun geprüft werden, ob das Land für Investitionen selbst zusätzliche Mittel bereitstellen müsse.

Das nun aufgebrauchte Förderprogramm war erst im vergangenen Jahr aufgelegt worden. Mehr als 6500 Krippenplätze für Kleinkinder unter drei Jahren wurden mit dem Geld seither finanziert. Die Kommunen bekamen für jeden neuen Krippenplatz 12 000 Euro. 4000 Euro gab es für jeden neuen Platz bei Tagesmüttern.

Wie hoch die Unterstützung aus einem möglichen neuen Förderprogramm des Bundes ausfällt, stehe noch nicht fest. Das Land will erreichen, dass von dem frischen Geld nicht nur der Ausbau von Krippen-, sondern auch von Kitaplätzen gefördert wird. Bislang gab es das Geld aus diesem Topf nur für Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren.

Das Ministerium kündigte auch an, dass die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel für Sprachförderangebote in Krippen und Kitas ab dem 1. August dieses Jahres um sechs auf zwölf Millionen Euro jährlich verdoppelt werden.

dpa


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