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Bernd Busemann spricht.

Bernd Busemann spricht. © Holger Hollemann/Archiv

Geschichte

Kriegsgräber als Ansatzpunkt für Erinnerungsarbeit

Als erstes Bundesland erinnert Niedersachsen im Internet mit einem vollständigen Verzeichnis an seine 258 000 Kriegstoten. Bei der Vorstellung am Mittwoch rief Landtagspräsident Bernd Busemann dazu auf, die 1417 Kriegsgräberstätten des Landes als Ansatzpunkt für die notwendige Erinnerungsarbeit vor allem auch in den Schulen zu begreifen.

Hannover. Busemann, der Schirmherr des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Niedersachsen ist, wies auf die immer weniger werdenden noch lebenden Zeitzeugen hin. Es sei wichtig, ihre Zeugnisse für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Der niedersächsische Volksbund-Vorsitzende Rolf Wernstedt forderte, das Erinnern müsse Bestandteil der Bildungsarbeit bleiben. Es gebe neben den Gräbern der Holocaust-Opfer und der vielen Zwangsarbeiter auch zahlreiche von britischen, kanadischen, deutschen und polnischen Soldaten.

"Es ist heimatgeschichtlich wichtig, sich damit auseinanderzusetzen", forderte Wernstedt. Für eine breitere Verankerung wünscht er sich flächendeckend mehr Klassen-Patenschaften für die Gräber. "Es wäre zu wenig, sie nur als gärtnerische Pflegearbeit zu präsentieren, das ist eine Aufgabe für mindestens fünf bis sechs Schülergenerationen", sagte Wernstedt. Er sprach sich dafür aus, die Karteikarten einstiger Zwangsarbeiter und Gefangener aus der ehemaligen Sowjetunion den Angehörigen zugänglich zu machen.

dpa


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